AWS T3 Instanzen – Moderner, schneller, günstiger

Am 21. August kündigt Jeff Barr mal eben in einem Blogpost an, dass der neue T3-Instanztyp für EC2 nun in 12 AWS-Regionen verfügbar sei [1]. Durch die cosee-Büros geht ein kurzer Aufschrei der Begeisterung. Denn nach signifikanten Performance-Verlusten auf T2-Instanzen durch Meltdown/Spectre Patches zum Anfang des Jahres ist ein neuer credit-basierter Instanztyp auf einer aktuellen CPU-Architektur schon lange überfällig.

Wieso überhaupt T-Instanzen einsetzen?

Betreibt man eine Microservice Architektur auf AWS (die den Schritt zu Kubernetes noch nicht gegangen ist), so kann dank horizontaler Skalierung selbst die kleinste general-purpose Instanz (m5.large) schon mal zu überdimensioniert sein, um einen Service zu hosten. Einige Microservices sind überhaupt nur an einem kleinen Teil der Anfragen beteiligt und verursachen dadurch über den Tag verteilt kaum zweistellige CPU-Auslastung. Gleichzeitig sollen sie aber über genug Headroom verfügen, um mit der Lastspitze umzugehen, wenn beispielsweise mal eben 1000 neue Produkte dem Shop hinzugefügt werden. Ähnlich verhält es sich bei Dev- und Staging-Umgebungen, die die meiste Zeit des Tages brach liegen, aber dennoch in der Lage sein sollen, kurzzeitig Production-ähnliche Last zu verarbeiten. Weiterlesen