#AgileStudentsDay 2017: cosee öffnet seine Türen für junge Entwickler

Vor einigen Wochen saßen die unterschiedlichen Teams bei cosee zusammen, um den Bedarf an Entwicklern in den verschiedenen Aufgabengebieten zu besprechen. Neben möglichen Verschiebungen innerhalb der Teams wurde schnell klar, dass neue Kollegen durchaus benötigt werden. Neben den bereits genutzten Veranstaltungen, um mögliche Bewerber auf uns aufmerksam zu machen, wie beispielsweise dem Software Engineering Projekt der TU Darmstadt oder den regelmäßigen TechTalks, entbrannte eine Diskussion über weitere Möglichkeiten.

Wir hatten die Idee, einen Tag der offenen Tür für Studenten anzubieten. Dies ermöglicht es einerseits den Studenten, einen Einblick in ein modernes, agil arbeitendes Unternehmen zu gewinnen, und uns, unsere Arbeitsweise jungen und interessierten Studenten nahe zu bringen und mögliche Bewerber schon im Alltag, außerhalb einer Bewerbungssituation kennenzulernen.

Die Idee kam in der großen Runde sehr gut an, da sich viele an ihre Studienzeit erinnern konnten und wie wenig man sich damals vorstellen konnte, wie es ist, die in den Vorlesungen vermittelten Methodiken von agilem Arbeiten tatsächlich aktiv in einem Unternehmen anzuwenden. Ein erstes Brainstorming, wie ein solcher Tag gestaltet werden könnte, brachte bereits viele Ideen für weitere Planungen. Schnell fand sich eine Gruppe von sechs Mitarbeitern, die sich freiwillig meldeten, die Organisation zu übernehmen.

Die Planung

Bereits wenige Tage später begann die konkrete Planung mit einem ersten Treffen, um die ersten im Team gesammelten Ideen zu ordnen, ein Konzept auszuarbeiten und in konkrete Aufgaben zu verwandeln. Schnell wurde klar: ein steifes Programm und eine Massenabfertigung, wie manche im Team solche Veranstaltungen schon in anderen Firmen erlebt haben, passt nicht zu uns. Alle sollten sich nach eigenen Interessen in unseren Büroräumen bewegen und frei mit den entsprechenden Mitarbeitern unterhalten können. Begleitet werden sollte dies von kleinen Vorträgen, in denen Entwickler aus den unterschiedlichen Bereichen Frontend, Backend und Mobile ihren Arbeitsalltag vorstellen. Da sich alle Teams ihren Vorlieben und Bedürfnissen entsprechend selbst organisieren, bietet dies auch die Möglichkeit, unterschiedliche Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen kennenzulernen.

In mehreren Meetings in den folgenden Wochen wurden diese Vorstellungen weiter spezifiziert. Um die Besucher zunächst grundlegend in die Thematik einzuführen, sollte Konstantin einen Vortrag über „Lukas‘ Tag“, einen fiktiven Mitarbeiter bei cosee, halten. Abgeschlossen werden sollte der offizielle Teil der Veranstaltung von einer Retrospektive mit unseren Scrum Masterinnen. Dieses wichtige Instrument in unserem Alltag gibt den Teilnehmern nicht nur einen weiteren Einblick in unsere Arbeit, sondern auch die Möglichkeit, uns aktiv Rückmeldung zu diesem „Experiment“ zu geben und die Veranstaltung somit für zukünftige Interessenten noch weiter zu verbessern. Anschließend sollte der Abend, wie bereits von den TechTalks gewohnt, bei Pizza und Bier (oder verschiedensten Mate-Sorten), begleitet von interessanten Gesprächen, ausklingen.

Timeline

Während dieser Planungen wurden neue Ideen immer wieder in Retrospektiven mit allen Mitarbeitern besprochen, um das restliche Team über die Fortschritte zu informieren und weitere Ideen zu sammeln. Auch wurden immer wieder neue Freiwillige für Aufgaben gesucht, um beispielsweise Flyer zu verteilen, Plakate aufzuhängen und die Werbetrommel für die Veranstaltung zu rühren.

Der Tag

In den Wochen vor der Veranstaltung gingen stetig neue Anmeldungen ein. Am Donnerstag, den 9. November, war es dann soweit: 19 wissbegierige Studenten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, von Informatik, über BWL bis zum Digital Image Engineering, strömten in unseren Konferenzraum. Erste Gespräche entstanden bei Kaffee und Mate zwischen den Studenten und unseren Mitarbeitern. Viele bewegten sich bereits durch die ersten Büros und begutachteten neugierig die mit PostIts und Diagrammen übersäten Wände und Whiteboards.

Nach einer kurzen Zeit des Kennenlernens, nachdem alle eingetroffen waren, begann Konstantin mit seinem Einführungsvortrag. Die Stimmung wurde lockerer und alle konnten einen ersten Einblick in unsere Arbeitsweise gewinnen. Anschließend wurde die gesamte Truppe zum ersten Mitarbeitervortrag geleitet.

Marcus startete mit einem Überblick über seine Arbeit als Werksstudent in der Backend Entwicklung für einen externen Kunden. Nach einer kurzen Phase des Warmwerdens folgten auch direkt interessierte Rückfragen aus dem Publikum. Weitere Entwickler schalteten sich ein und eine spannende Diskussion über die Organisation des Teams und Absprachen der Entwickler direkt mit dem Kunden entstand.

Den nächsten Vortrag hielt Lucca über seine Arbeit als Frontend Entwickler im signili-Team. Besonderen Anklang fand die Möglichkeit, bei cosee auch regelmäßig von Zuhause arbeiten zu können, sowie generell die flexiblen Arbeitszeiten, die direkt in den Teams abgesprochen werden, und gerade für unsere Werksstudenten sehr interessant sind. Auch die Freiheiten und das große Mitspracherecht als Entwickler an einem hauseigenen Produkt wurde immer wieder diskutiert.

Zum Abschluss der Entwicklervorträge stellte Tobias die Arbeit in der Mobile Entwicklung vor. Gerade in diesem ausschließlich aus Werksstudenten bestehenden Team wurde diskutiert welches Vertrauen bei cosee in neue Mitarbeiter gesteckt wird, indem die selbstorganisierten Teams direkt auch in die Aufgabenverteilung und Absprachen mit Kunden involviert werden. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Teams wurde hier deutlich, da immer wieder auch in anderen Teams das Know-How in der Entwicklung von mobilen Apps benötigt wird.

Zwischen den Vorträgen in großer Runde verlagerten sich die Gespräche immer wieder in kleinere Diskussionen zwischen den Studenten und Entwicklern in anderen Teamräumen. Pausen wurden für den Austausch bei einem Kaffee in der Küche und auf der großen Couch in einem Aufenthaltsraum genutzt.

Retrospektive

Nach einer letzten Pause fanden sich alle wieder in unserem Konferenzraum zusammen, um den Tag in einer Retrospektive, geleitet von unseren Scrum Masterinnen Caro und Nico, zu rekapitulieren. Die Studenten konnten hier ihr Feedback geben, was genau wir am Konzept des #AgileStudentDay verbessern können. Viele empfanden den Tag sehr positiv, gerade durch den direkten Kontakt mit allen Mitarbeitern. Doch auch mit kritischen Kommentaren musste sich niemand zurückhalten. Hier wurde klar, dass sich einige der Teilnehmer noch mehr Vorträge von Entwicklern und genauere Vorstellungen der bearbeiteten Projekte gewünscht hätten. Gerade das Organisationsteam hörte hier gespannt zu, um die nächste Veranstaltung weiter verbessern zu können.

Anschließend fanden sich alle Teilnehmer und viele Mitarbeiter in der Küche ein, um den spannenden Tag bei Pizza und Bier ausklingen zu lassen. Bei lockerer Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht und die Eindrücke des Tages abschließend diskutiert.

Pizza & Bier

Fazit

Für uns zeigte sich der #AgileStudentsDay als voller Erfolg. Viele der Studenten zeigten sich sehr begeistert von der Atmosphäre in unseren Büroräumen. Noch am Tag der Veranstaltung bewarb sich eine Studentin für eine Stelle zur Unterstützung unserer Mitarbeiter im Backoffice. Weitere Bewerbungen gingen innerhalb der nächsten Tage ein. Bis heute konnten wir hierdurch zwei neue Werksstudentenstellen schaffen und weitere Studenten zeigten sich interessiert für eine Zeit nach ihrem Studium außerhalb von Darmstadt. Auch das überwiegend positive Feedback der Studenten bestärkt uns darin auf dem richtigen Weg zu sein und wir sind uns sicher, dass dies nicht der letzte #AgileStudentsDay war.

 

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